Die Geschichte 1

Ein kleiner Auszug aus der Chronik des Löwchens

Es gibt einige Geschichten, die sich um die Entstehung des Löwchen ranken, einige sind sehr hübsch, aber ob sie einen Wahrheitsgehalt haben, steht auf einem anderen Papier. Es wird berichtet, dass sie als Wärmflasche für die unbeheizten Schlafzimmer der Damen des Mittelalters herhalten mussten, und das kann ich leicht glauben. Löwchen kuscheln sich gerne unter die Bettdecke und geben hübsche Wärmflaschen ab. Mit dem heutigen Bettmaterial und der üblichen Zentralheizung kommen sie jedoch schnellstens wieder unter der Decke hervor. Eine andere romantische Geschichte bezieht sich auf die Kreuzzüge. Man sagt, dass ein Kreuzritter, der in der Schlacht getötet wurde, auf seinem Grabmal einen Löwen sitzen hätte, aber wenn er in seinem Bett gestorben war, war es ein Löwchen zu seinen Füßen. Ich weiß nicht, ob diese Geschichte stimmt, aber sie ist so hübsch, dass es mir sehr leid getan hätte, sie nicht zu erwähnen. Dagegen möchte ich eine andere Ursprungsversion entschieden verwerfen, nämlich die, dass die Löwchen Wasserhunde waren. Obwohl ich aus persönlicher Erfahrung weiß, dass sie keine Angst vor dem Wasser haben, aber sie haben nicht das notwendige schützende Haarkleid, wie es ein im Wasser arbeitender Hund bräuchte.
(Anne MacDonald) 

Eine andere Geschichte, die ich nicht für wahr halte ist, dass sie die Kulttiere der Ägypter waren. Südlich der Pyramiden, an einem Ort namens El Faiyum wurden zwar eine Statue von kleinen langhaarigen Hunden gefunden, die auf den Zeitraum von 600 - 300 v Chr. datiert wurden, und einige Geschichtsschreiber schlossen daraus, dass sie von den Ägyptern verehrt wurden, aber obwohl die Ägypter Tiere als Darstellung ihrer Götter verwendet haben, haben sie während der Existenz ihrer Religion (über 3000 Jahre) keine neuen Götter anerkannt, und ihr Hundegott war Anubis. Frau Anne Mac Donald aus England hat viele Grabstätten in Ägypten von Königen, Königinnen, Noblen und Heerführern und Darstellungen von Grabmälern besucht, und sie hat nie eine Verehrung  eines Hundes gesehen (außer bei der Pyramide des Ägypter-König Anubis, der Magere, mit aufgerichteten Ohren), dieser kann aber niemals mit dem langhaarigen Hund mit hängenden Ohren, der in dieser Statue verehrt wird, verwechselt werden. Sicher, es war wahrscheinlich ein Objekt der Kunst, das von Alexander dem Großen vorgeführt wurde, der in Ägypten einzog, um sie von ihren persischen Invasoren um 332 v. Chr. zu befreien.

Sowohl die Griechen als auch die Römer erwähnten einen Maltesischen Hund, so dass man getrost daraus ableiten kann, dass es sich um eine sehr alte Rasse handelt. Das Löwchen, das auf einem Wandteppich aus dem 14 Jh. abgebildet ist, sieht genauso aus wie die, die gerade in ihrem Haus um sie herumsitzen. Wandteppiche von Lyon, Holzschnitte aus Deutschland, Bilder von Belgien und zahlreiche Druck  tragen dazu bei, die Verbreitung des Löwchens in ganz Europa über die Jahrhunderte hinweg zu dokumentieren. In einer Zeitschrift (1904) wurden mehrere Löwchen veröffentlicht die in dem Besitz des Belgiers Mevr. M. De Coninck waren, der während des 1. Weltkrieges spurlos verschwand. Mme. Bennert aus Brüssel die schon als junge Dame Löwchen in ihrem Besitz hatte, gelang es die seltene Rasse nach den beiden Weltkriegen mit einem Rüden und zwei Hündinnen wieder aufleben zu lassen. Am 13.4.1948 wurde der erste Wurf im Belgischen Zuchtbuch eingetragen. Herr Dr. Rickert, Tierarzt in Borken Westfalen, holte sich von Mme. Bennert 3 Löwchen. Am 10.10 1961 wurde der Standard für die Löwchen im FCI in Thuin- Belgien eingetragen und veröffentlicht. 1963 meldet Herr Dr. Rickert der unter dem Zwingernamen: “von den 3 Löwen” züchtete seinen ersten Löwchenwurf dem Zuchtbuchsamt des V.K. (Verband der Kleinhundezüchter Deutschlands) damit war der Grundstein für die Löwchenzucht in Deutschland gelegt. Etliche seiner Hunde gingen nach England, die mit seinen Hunden die Zucht aufbauten. 1977 gab er seine Löwchenzucht auf. Die letzten zwei Löwchen die nach England gingen waren aus dem Zwinger “von der Büngerner Heide”. Nach und nach lernten andere Züchter diese Rasse kennen und zu lieben.  Weiter auf Seite 2

Löwchen von M.Benmert und Dr.Rickert

Frau_Bernnert_mit_3_Loewchen

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05.01.2005

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